Qualität statt Quantität

Oper in Starnberg in 2018 mit Cherubinis Medea

Nach drei Jahren „Oper in Starnberg“ nimmt es das Erfolgsduo „Sczygiol/Ramzews“ (Musikalische Leitung: Andreas Sczygiol / Regie: Ada Ramzews) in 2018 mit Cherubinis „Medea“ auf. Zu erwarten sind wie immer ein spannendes Regiekonzept mit ausdrucksvoller Bühnengestaltung, herausragende Sänger, sowohl junge Talente als auch renommierte Profis der Opernszene, ebenso professionelle Orchestermusiker und dazu ein Laienchor, der sich aus der Region rekrutiert. Für die Macher steht höchste Qualität, somit gründliche Vorbereitung auf der Agenda, für alle Opernfans ein Jahr Vorfreude.

Nach drei Sommern in Folge „Oper in Starnberg“ wechselt der Turnus auf zwei Jahre zugunsten von noch mehr Qualität. 2018 also wird es wieder heißen: Bürger machen Oper in Starnberg. Auf dem Spielplan wird Cherubinis Meisterwerk „Medea“ stehen, ein in seiner Dramatik nicht zu überbietender mythologischer Stoff in einer genialen Vertonung. „Wir wollen in Starnberg Opern spielen, die eine starke, eine packende Geschichte haben“, erklärt Andreas Sczygiol, künstlerischer Leiter von Oper in Starnberg, „und wir wollen Meisterwerke auf die Bühne der Schlossberghalle bringen, die selten auf der Bühne zu erleben sind.“

Tatsächlich finden sich selten Aufführungen dieser schon im 19. Jahrhundert vor allem von Musikern hochgeschätzten Oper. Das liegt sicher auch an der Titelpartie, die sängerisch zu den herausforderndsten Rollen einer Sopranistin zählt. Marieke Wikesjo, die bereits 2015 als Nedda im Bajazzo das Publikum begeistert hat, scheut diese Schwierigkeiten nicht. „Sie ist die perfekte Besetzung“, schwärmt Sczygiol, „Eine wunderschöne Stimme, eine unglaublich souveräne Technik und das verbunden mit allerhöchstem Willen und Anspruch.“ Wikesjo gilt wohl als – wie man sagt – best practise: Oper in Starnberg entdeckt und fördert junge Talente. Die Sopranistin wurde in Starnberg entdeckt und gibt im Winter 2016/2017 bei den Tiroler Festspielen in Erl die Violetta in Verdis „La Traviata“.

Neben Wikesjo wird auch die Regisseurin Ada Ramzews ein zweites Mal Oper in Starnberg prägen, die mit ihrer Inszenierung von Glucks Orpheus und Eurydike als Ballettoper 2016 einen großen Erfolg bei Publikum und Presse feiern konnte. Christine Brodt-Bastian, Vorsitzende des Trägervereins Oper in Starnberg, war begeistert von Ramzews Arbeit: „Mit ihren klaren Vorstellungen ist es ihr gelungen, alle Beteiligten zu einem einheitlichen und überzeugenden Ausdruck zu vereinen und etwas zu schaffen, das alle begeistert hat, nicht zuletzt die Mitwirkenden.“ Und Sczygiol ergänzt: „Ihre ausdrucksstarken, ästhetischen Bilder und diese tiefe Ernsthaftigkeit in der Auseinandersetzung mit dem Stoff prädestinieren Ada für diese Aufgabe.“

Wichtig war die Überlegung, dass eine steigende Qualität der Aufführungen nur mit langfristiger Planung möglich ist. „Wir wollten uns die Zeit geben, die Werke wirklich künstlerisch zu erfassen und uns auszutauschen über die Interpretation und die Umsetzung des Stoffes auf der Starnberger Bühne“, erläutert Andreas Sczygiol. Und Christine Brodt-Bastian, die mit ihrem Team von „Oper in Starnberg e.V.“ die Organisation und Finanzierung im Blick hat, ergänzt: „Dafür müssen wir uns unbedingt mehr Zeit nehmen. Wir wollen noch mehr Partner ins Boot von Oper in Starnberg holen und das Projekt immer mehr in Stadt und Landkreis verankern.“

Das kommende Jahr wird also mit intensiven Vorbereitungen ausgefüllt sein: die restlichen Partien werden besetzt, das künstlerische Team entwickelt gemeinsam ein Konzept, die Finanzierung muss weiter gesichert werden und vieles mehr. Damit es dann am 5. und 8.07.2018 wieder heißen kann: Vorhang auf für Profis und Laien in der Schlossberghalle Starnberg.

Immer willkommen bei Oper in Starnberg: alle, die Lust haben, im Chor, als Helfer hinter der Bühne oder im Verein Oper in Starnberg zu gestalten.