Was tun Sie, wenn neben Ihnen ein Mensch leblos zusammenbricht?

Schauen Sie weg?

Fassen Sie mit an?

Die Unsicherheit, etwas falsch zu machen, wiegt bei Vielen stärker als der Drang, zu helfen. Dabei ist der größte Fehler, den man machen kann, eben nichts zu tun.

Unser Mitglied, die Schön-Kliniken in Berg bieten am kommenden Samstag, 29.03.2014 von 15 – 17 Uhr ein kostenfreies Laien-Reanimationstraining an

Im Landkreis sterben wöchentlich 2-3 Menschen am plötzlichen Herztod.

Wären sie richtig erstversorgt worden, könnten sie noch leben. Genau darum geht es in der Aktion „Drücken ist staRK“ – der Bevölkerung unter Anleitung von Klinikärzten und Rettungsdienst-Fachkräften zu lernen, einen plötzlichen Herzstillstand zu erkennen und diesen richtig erstzuversorgen.

Warum es dabei nicht – wie im oft lang zurückliegenden Erste-Hilfe-Kurs einmal gelernt – auf die Beatmung ankommt und weshalb es im Notfall nur falsch ist, nichts zu tun, erklären Dr. Jürgen Pache und Dr. Clemens Jilek, Chefarzt und Leitender Arzt Kardiologie, in kurzen Vorträgen.

Außerdem kann jeder, der seinen aktuellen Cholesterinspiegel weiß, auf Wunsch auch sein Herzinfarkt-Risiko testen lassen.

Heidi Zinser Klinikleitung Schön-Klinik Starnberger See

Was tun - im Fall der Fälle?

Die drei Schritte „prüfen – rufen – drücken“

Das Kurztraining fokussiert sich auf die drei wesentlichen Schritte „prüfen, rufen, drücken“, die im September bereits bei der Woche der Wiederbelebung an einigen Orten im Bundes- gebiet vorgestellt wurden.

„Prüfen, rufen, drücken“ geht ganz leicht:

  1. Im Ernstfall prüfen, ob die Person noch atmet
  2. Unter der Notrufnummer 112 sofort den Rettungsdienst rufen
  3. Ohne Verzögerung fest und 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken – so lange, bis Hilfe eintrifft.
  4. Wenn verfügbar, einen öffentlichen Defibrillator einsetzen (der Automat erklärt, was zu tun ist und gibt einen rettenden Stromstoß ab)