Tag der Ausbildung - 380 Schüler unterwegs in Sachen berufliche Zukunft

Auch dieses Jahr hat die Gesellschaft zur Förderung der Wirtschaft- und Beschäftigungsentwicklung im Landkreis Starnberg e. V., wieder den Tag der Ausbildung organisiert. Bereits zum 4. Mal mussten Schüler motiviert und gastgebende Firmen gefunden, alles miteinander durch sinnvolle Busrouten verknüpft und letztentlich auch durchgeführt werden. Ein Riesendankeschön an dieser Stelle an Verena Papke und die gfw für die wieder einmal hervorragende Ausführung. Unser Beitrag zum diesjährigen 4. Tag der Ausbildung war eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 2.500 Euro. Untenstehender Text ist von Daniela Tewes von der gfw:

19.11.14: 7 Uhr morgens, es ist noch dunkel und regnet. Doch im Büro der gfw Starnberg brennt schon Licht, rund 400 Wurst- und Käsesemmeln werden hin- und hergetragen, Lunchpakete stapeln sich im Büroflur bis an die Decke. Noch zwei Stunden, dann sollen knapp 400 Schüler in den jeweils richtigen Bussen sitzen, um auf einer der 21 Routen herauszufinden, wie ihre berufliche Zukunft aussehen könnte.

Bereits zum vierten Mal fand am 19. November 2014 der Tag der Ausbildung statt. Der große Erfolg führt dazu, dass mit jedem Jahr mehr Schüler und Unternehmen teilnehmen, diesmal waren auch die beiden Würmtal-Gemeinden Planegg und Gräfelfing dabei.
2014 gingen 380 Schüler und Schülerinnen mit über 40 Betreuungspersonen auf Tour, um jeweils vier der insgesamt 76 Unternehmen kennenzulernen.

Bis da alle Mädchen und Jungs samt Brotzeit im richtigen Bus sitzen, ist das schon eine organisatorische Herausforderung. Doch alle Schüler, die an diesem schulfreien Tag tapfer aufs Ausschlafen verzichtet haben, sind begeistert. Keine Homepage und kein Messe-Auftritt können einen solch praktischen Einblick in einen Betrieb oder ein Unternehmen bieten. Anstatt sich lediglich eine Unternehmens-Präsentation anzuhören, sollten die Schüler und Schülerinnen gleich selbst mitanpacken: manche stellten eigenhändig Pralinen her oder mixten Cocktails hinter der Hotelbar, andere machten einen Allergie-Test beim HNO-Arzt oder nähten unterm Mikroskop.

„Wer zum Beispiel erst einmal mit beiden Händen im Fleischpflanzerl-Teig steckte, der sieht den Hotel-Beruf vielleicht mit anderen Augen“, meint Verena Papke, Projektleiterin Tag der Ausbildung bei der gfw.

Auch die Unternehmen mit kaufmännischen oder technischen Ausbildungsberufen geben sich alle Mühe, ihre Dienstleistungen oder Produkte anschaulich darzustellen. Da dürfen die Mädchen und Jungs zum Beispiel eine Anlage für Auto-Crash-Tests besichtigen, durch den Lichtmesser laufen oder den Dummy ohrfeigen.

Auch die Computerbranche hat viel zu bieten: wer hat schon einmal das Innenleben eines Servers gesehen oder im Rollenspiel einen Kundenanruf simuliert und dessen Probleme per Fernwartung gelöst? In den meisten Firmen sind es Auszubildende, die sich an diesem Tag um die Schülerinnen und Schüler kümmern. Wer wüsste besser als sie, was Jugendliche an einem Beruf interessiert?

Gegen 16 Uhr klingt der Tag dann aus, in den Bussen sieht man etwas müde Gesichter – es regnet immer noch, die Lunchpakete sind leer. Was hätte man an so einem trüben Novembertag Besseres vorhaben können? Jedenfalls sind sich die meisten sicher: Nächstes Jahr gerne wieder! „Manchmal muss man ja auch herausfinden, was man beruflich eben nicht machen will“ meint eine Schülerin.